Schweiz: FC Basel trotz vieler Abgänge wieder Favorit

In den vergangenen Jahren wurde der Schweizer Fußball klar vom FC Basel dominiert. Zwar verlor der bis ins Halbfinale der Europa League vorgedrungene Top-Klub das nationale Pokalfinale gegen den Grasshopper-Club Zürich unglücklich nach Elfmeterschießen, doch in der Liga verteidigte Basel seinen Titel erfolgreich und wurde zum 16. Mal Meister der Schweiz.

Für die kommende Saison ist es somit keine Überraschung, dass der FCB im Vorfeld wieder als Top-Favorit gehandelt wird, auch wenn analog zu den vergangenen Jahren wieder der Verlust von Stammspielern droht. Waren es im vergangenen Sommer unter anderem David Abraham, Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka, die mittlerweile alle ihr Geld in der deutschen Bundesliga verdienen, so gehören auf dem Sommertransfermarkt 2013 vor allem Torhüter Yann Sommer, Dribbelkönig Valentin Stocker und die Innenverteidiger Fabian Schär sowie Aleksandar Dragovic zu den umworbensten Spielern. Bei allen ist trotz laufender Verträge fraglich, ob der FC Basel sie erneut zum Bleiben bewegen kann, wobei dem Schweizer Meister aber auch nicht bange sein muss, wenn dies nicht gelingt, da Jahr für Jahr Verlass auf die exzellente Nachwuchsarbeit ist, die sicher auch in der kommenden Saison heute noch unbekannte Talente ins Rampenlicht spülen wird.

Und mit Kapitän Marco Streller oder Philipp Degen bleiben Trainer Murat Yakin auch einige erfahrene Spieler erhalten, die auch im kommenden Jahr weiter vorangehen werden. Dagegen steht Torjäger Alexander Frei, der seine Schuhe an den Nagel gehängt hat, nicht mehr zur Verfügung.

Noch gibt es bei den Buchmachern zwar keine Quoten für Wetten auf den Schweizer Meister der Saison 2013/14, doch darf man getrost davon ausgehen, dass der FC Basel wieder klar als Favorit gesehen wird, auch wenn sicherlich auch der aufstrebenden Mannschaft der Grasshoppers einiges zuzutrauen ist und auch andere Klubs wie die Young Boys Bern oder der FC Zürich sicher wieder angreifen wollen.

Doch läuft alles wie erwartet und ist der Aderlass des FC Basel nicht allzu groß, wird sich der Schweizer Meister in Sachen Titelverteidigung kaum vom 17. Titelgewinn abbringen lassen. Überraschungen sind aber natürlich auch im Schweizer Fußball immer möglich, weshalb man bei innerer Überzeugung womöglich auch einen anderen Meistertipp riskieren kann. Die Quoten für einen der Klubs aus Zürich oder Bern wären jedenfalls deutlich vielversprechender.